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Ätherische Öle: Sorten, Verwendung und Sicherheit

Lavendel, Pfefferminze, Zitrone, Teebaum: Ätherische Öle stehen in vielen Haushalten im Schrank. Gleichzeitig gibt es viele Fragen. Welche Sorten gibt es? Wie unterscheidet sich ein ätherisches Öl von einem „Aromaöl“? Wie viele Tropfen gehören in die Duftlampe? Und worauf musst du achten, damit nichts passiert? Dieser Ratgeber gibt dir eine Übersicht über Sorten und ihren Duft, erklärt die Verwendung als Raumduft und führt die wichtigsten Sicherheitsregeln auf. Gesundheitliche Wirkungen beschreiben wir bewusst nicht: Ätherische Öle sind Duftstoffe, keine Arzneimittel.

Vier kleine braune Tropfflaschen ohne Etikett auf einem hellen Holzregal neben Lavendelzweigen, Minzblättern und Zitronenscheiben vor einem FensterSymbolbild, KI-generiert
Dunkle Glasfläschchen schützen die Öle vor Licht. · Symbolbild, KI-generiert

Was sind ätherische Öle?

Ätherische Öle sind hochkonzentrierte, flüchtige Duftstoffgemische aus Pflanzen. Sie stecken in Blüten, Blättern, Rinden, Wurzeln oder Fruchtschalen und sind für den typischen Geruch der Pflanze verantwortlich. „Ätherisch“ heißt, dass sie sich leicht verflüchtigen. Mit fetten Ölen wie Olivenöl oder Mandelöl haben sie chemisch kaum etwas zu tun: Sie hinterlassen keinen Fettfleck, lösen sich schlecht in Wasser und sind sehr viel stärker im Geruch.

Ein Fläschchen enthält meist nur 10 ml. Das liegt daran, dass für wenige Milliliter Öl große Mengen Pflanzenmaterial nötig sind und dass die Konzentration so hoch ist, dass kleine Mengen genügen. Ein Tropfen ist bereits intensiv.

Wie werden sie gewonnen?

Das häufigste Verfahren ist die Wasserdampfdestillation. Dabei strömt heißer Dampf durch das Pflanzenmaterial, nimmt die Duftstoffe mit und kühlt danach ab. Das Öl schwimmt auf dem Wasser oder sinkt ab und kann abgetrennt werden. Bei Zitrusfrüchten wie Zitrone oder Orange wird das Öl meist durch Kaltpressung aus der Schale gewonnen. Dazu kommen weitere Verfahren, die vor allem bei empfindlichen Blüten eingesetzt werden.

Auf der Flasche steht der lateinische Pflanzenname, zum Beispiel Lavandula angustifolia für Lavendel, Mentha piperita für Pfefferminze oder Melaleuca alternifolia für Teebaum. Er macht Sorten eindeutig, denn gleiche deutsche Namen können für verschiedene Pflanzen stehen.

Ätherisches Öl oder Aromaöl? Der Unterschied

Viele suchen nach „Aromaöl“. Der Begriff ist nicht geschützt und meint je nach Produkt etwas anderes:

  • Ätherisches Öl: wird aus Pflanzen gewonnen. Die Angabe „100 % naturrein“ ist eine Herstellerangabe und meint nach üblichem Verständnis, dass das Öl nicht mit synthetischen Duftstoffen gestreckt ist.
  • Duftöl oder Aromaöl: kann naturidentisch oder synthetisch sein, oft ist es eine Mischung aus Duftstoffen in einer Trägerflüssigkeit. Es riecht dann zum Beispiel nach „Vanille“ oder „Frühling“, ohne dass dahinter eine bestimmte Pflanze steht.
  • Parfümöl: ähnlich dem Duftöl, meist für Kerzen, Seifen oder Raumdüfte gedacht.

Welche ätherischen Öle gibt es? Eine Übersicht

Es gibt mehrere hundert Öle, aber im Haushalt begegnen dir einige wenige immer wieder. Die Duftbeschreibungen unten stammen aus den Produktbeschreibungen unseres Sortiments bzw. sind allgemeiner Duftcharakter. Mit gesundheitlichen Wirkungen haben sie nichts zu tun.

Verwendung als Raumduft

Die häufigste und unkomplizierteste Anwendung ist der Raumduft. Die Plantaroma-Öle nennen auf der Produktseite diese Richtwerte:

  • Duftlampe: als Richtwert 2 bis 8 Tropfen. Du füllst Wasser in die Schale, gibst die Tropfen dazu und stellst ein Teelicht darunter. Das Wasser nicht ganz verdampfen lassen.
  • Kaltverdampfer oder Diffuser: als Richtwert 5 bis 15 Tropfen, je nach Gerät und Raumgröße. Die Anleitung des Geräts gilt zusätzlich.
  • Lüften: Eine Duftlampe gehört nicht in kleine, geschlossene Räume. Lüfte regelmäßig und beginne mit wenigen Tropfen.
  • Nicht unbeaufsichtigt: Eine brennende Teelicht-Duftlampe gehört nie unbeaufsichtigt in einen Raum, in dem Kinder oder Haustiere sind.
  • Reinigen: Spüle die Duftlampe nach Gebrauch aus, damit sich keine Rückstände festsetzen.

Ätherische Öle und Haut: nur verdünnt

Ätherische Öle sind sehr konzentriert und können die Haut reizen. Deshalb gilt: Nicht unverdünnt auf die Haut auftragen. Das ist auch die Angabe auf den Produktseiten unserer Plantaroma-Öle: Vor der Anwendung auf der Haut mit einem fetten Öl, etwa Mandel- oder Olivenöl, verdünnen. Die Dosierung richtet sich nach dem Öl und dem Anwendungsbereich. Halte dich an die Herstellerangabe, wenn du verdünnst, und beginne eher mit wenig.

Fürs Bad wird oft empfohlen, das Öl nicht einfach ins Wasser zu tropfen, weil es oben schwimmt und mit der Haut in direkten Kontakt kommen kann. Der Hersteller nennt stattdessen, das Öl vorher in einen Träger wie Sahne, Honig oder Seife einzuarbeiten. Probiere zuerst an einer kleinen Stelle aus, ob du es verträgst.

Wir geben hier bewusst keine Rezepte für gesundheitliche Zwecke. Wenn du Beschwerden hast, ist die Arztpraxis oder die Apotheke die richtige Stelle, nicht ein Duftöl.

Sicherheit: was du beachten solltest

Bei aller Beliebtheit sind ätherische Öle kein harmloses Spielzeug. Die wichtigsten Regeln:

  • Nicht einnehmen: Ätherische Öle gehören nicht in den Mund. Schon kleine Mengen können gefährlich sein.
  • Nicht unverdünnt auf Haut und Schleimhäute: Nicht in Augen, Nase, Ohren oder auf Schleimhäute bringen. Gelangt Öl in die Augen, gründlich mit Wasser spülen.
  • Nicht in Kinderhand: Auch Fläschchen mit Tropfeinsatz sind schnell geöffnet. Lagere sie unerreichbar. Bei Kleinkindern und Babys nicht im Gesicht oder in unmittelbarer Nähe verwenden, besonders keine Öle mit Minz- oder Kampfernoten.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Die Hersteller weisen darauf hin, Öle in der Schwangerschaft nur mit Vorsicht zu verwenden. Bitte frage vorher ärztlich nach.
  • Haustiere: Katzen, aber auch Hunde, Vögel und Kleintiere reagieren auf manche Öle empfindlich. Verdampfe keine Öle in Räumen, in denen sich Tiere nicht entfernen können. Im Zweifel frag in der Tierarztpraxis nach.
  • Atemwegserkrankungen und Allergien: Wer Asthma hat oder zu Allergien neigt, sollte Duftstoffe vorsichtig oder gar nicht einsetzen und ärztlich nachfragen.
  • Brennbar: Ätherische Öle sind brennbar. Von offenen Flammen und Zündquellen fernhalten.
  • Altes Öl: Mit der Zeit oxidieren Öle und können stärker reizen. Datum beachten, kühl und dunkel lagern und alte Fläschchen aussortieren.

Weitere Duftideen für zu Hause

Neben Duftlampe und Diffuser gibt es einfache Wege, ein Öl im Alltag dezent einzusetzen. Wichtig ist immer, sparsam zu bleiben: Ein Duft soll im Hintergrund bleiben, nicht aufdringlich werden.

  • Duftstein oder unlackiertes Holz: Ein Tropfen auf einen Duftstein aus Keramik oder auf ein kleines Stück unbehandeltes Holz verströmt den Duft langsam. Stelle es auf eine Untertasse, damit nichts auf Möbel gelangt.
  • Wäscheschrank: Ein Tropfen Lavendelöl auf ein kleines Stoffsäckchen oder ein Holzstück gibt dem Schrank einen frischen Geruch. Das Öl nicht direkt auf Wäsche geben, es kann Flecken hinterlassen.
  • Schuhschrank: Ein Wattepad mit einem Tropfen Öl in einer offenen Schale neutralisiert Gerüche nicht, überdeckt sie aber. Der Duft ist stark, also sparsam dosieren.
  • Oberflächen schützen: Ätherische Öle können Lack, Kunststoff und manche Holzoberflächen angreifen. Tropfen immer über einer Schale oder Untertasse abmessen.
  • Geschenk: Ein Fläschchen Öl, eine kleine Duftlampe und eine Seife ergeben ein einfaches Geschenk. Passende Zusammenstellungen findest du bei den Geschenksets.

Richtig lagern

Licht, Wärme und Luft sind die Gegner. Bewahre die Fläschchen deshalb dunkel, kühl und fest verschlossen auf, nicht auf der Fensterbank und nicht in Heizungsnähe. Je weniger Luft in der Flasche, desto langsamer altert das Öl. Wie lange Öle halten und woran du ein überlagertes erkennst, haben wir am Beispiel von Teebaumöl im Ratgeber Teebaumöl-Haltbarkeit beschrieben. Vieles davon gilt für andere Öle genauso.

Ätherische Öle in Seife und Pflege

Viele Seifen sind mit ätherischen Ölen parfümiert. In der INCI stehen sie unter ihrem lateinischen Namen, oft zusammen mit Bestandteilen wie Limonene oder Linalool, die in vielen Ölen von Natur aus vorkommen und als Duftallergene gekennzeichnet werden müssen. Wer Duftstoffe meiden möchte, wählt Produkte ohne Parfum und ohne ätherische Öle. Wie das bei Kernseife aussieht, erklärt der Ratgeber Kernseife: Anwendung.

Wenn du Seife selbst herstellst und ätherische Öle zufügen möchtest, ist die richtige Dosierung wichtig. Dazu mehr im Ratgeber Seife selber machen.

Welche Öle gibt es bei uns?

Unsere ätherischen Öle in 10-ml-Fläschchen sind laut Produktangabe 100 % naturrein. Die meisten stammen von Plantaroma, das Bio-Lavendelöl von Ovis. Du findest sie in der Kategorie Ätherische Öle. Beim Kauf achtest du auf den lateinischen Namen, die Herstellerhinweise und die Angaben zur Verwendung auf dem Etikett. Dort stehen auch die Sicherheitshinweise.

Wenn du Öle auch im Haushalt zum Duften einsetzen möchtest: Viele nutzen sie in Kombination mit einer Duftlampe oder einem Diffuser. Wer lieber duftende Seife hat, schaut in die Kategorie Naturseife.

Ätherische Öle im Überblick

Eine Auswahl der 10-ml-Öle aus unserem Sortiment.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen ätherischem Öl und Aromaöl?

Ätherische Öle werden aus Pflanzen gewonnen. „Aromaöl“ ist kein geschützter Begriff: Es kann naturidentisch oder synthetisch sein. „100 % naturrein“ ist eine Herstellerangabe für Öle ohne synthetische Zusätze. Im Zweifel hilft die Angabe des lateinischen Pflanzennamens.

Wie viele Tropfen gehören in die Duftlampe?

Laut Herstellerangabe der Plantaroma-Öle sind 2 bis 8 Tropfen ein Richtwert. Bei einem Kaltverdampfer sind es 5 bis 15 Tropfen. Beginne mit wenig und lüfte regelmäßig.

Darf ich ätherische Öle pur auf die Haut geben?

Nein. Ätherische Öle sind sehr konzentriert und können die Haut reizen. Sie werden nur verdünnt, etwa mit einem fetten Öl, angewendet und nicht auf Schleimhäute oder in die Augen gebracht.

Kann ich ätherische Öle einnehmen?

Nein, sie gehören nicht in den Mund. Ätherische Öle sind keine Nahrungsmittel oder Arzneimittel.

Sind ätherische Öle in der Schwangerschaft oder bei Kindern geeignet?

Die Hersteller empfehlen Vorsicht in der Schwangerschaft und raten, sie nicht in Kinderhand zu geben. Frage vor der Anwendung ärztlich nach. Bei Babys und Kleinkindern verzichtest du am besten ganz darauf.

Wie lagere ich ätherische Öle?

Dunkel, kühl und fest verschlossen, am besten in der braunen Originalflasche. Licht, Wärme und Luft lassen die Öle schneller altern.

Sind ätherische Öle für Haustiere ungefährlich?

Nicht pauschal. Manche Öle sind für Katzen, Hunde, Vögel oder Kleintiere problematisch. Verdampfe keine Öle in Räumen, in denen Tiere nicht ausweichen können, und frage bei Unsicherheit in der Tierarztpraxis nach.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft. Bilder mit dem Hinweis „KI-generiert“ wurden mit KI (FLUX) erzeugt.

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